Yascha Hieronimus ist Sozialarbeiter im QueerUnity mitten in Hannover. Das QU, wie es von einigen Besuchenden genannt wird, ist das bisher einzige queere Jugendzentrum in Niedersachsen. Es stellt einen wichtigen Schutz- und Rückzugsraum für queere junge Menschen dar. Queer dient dabei als Sammelbegriff für Menschen, die nicht in die (cis-)geschlechtliche oder (hetero-)sexuelle Norm der Gesellschaft passen.
Solche safer spaces braucht es, um queeren jungen Menschen eine Pause von alltäglich erlebter Diskriminierung zu ermöglichen, aber auch weil diese teils queerspezifische Beratungsbedarfe haben, die allgemeine Jugendeinrichtungen nicht abdecken.
Yascha hat das QueerUnity mitgegründet und somit einen Raum geschaffen, den er seinem jugendlichen Ich sehr gewünscht hätte. Es verging viel Zeit, bis er damals Worte für das fand, was in ihm vorging und noch länger, um auch im Außen als junger trans* Mann leben zu können.
Heutige Jugendliche finden - auch aufgrund des Internets - viel schneller zu ihren queeren Identitäten. Im QueerUnity können sie sich darin ausprobieren und Peers finden, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und mit denen sie in den Austausch treten können.
Den richtigen Namen und die richtigen Pronomen zu finden ist für viele junge trans* Menschen ein wichtiger Transitionsschritt. Die Bedeutsamkeit wird durch die unzähligen Namensschilder sichtbar, die über die Wände des gesamten Treffs verteilt sind. Räume wie das QU bieten Jugendlichen die Chance einfach sein zu können.
Yascha prägt diesen Raum mit seiner ruhigen, besonnen Art und bietet den jungen Queers ein role model und Beziehungsperson außerhalb der oft unsicheren Herkunftsfamilie.
Als Sozialarbeiter hat Yascha Hieronimus einen Jugendtreff für queere junge Menschen, das QueerUnity, mitten in Hannover mit aufgebaut. Der schwule trans* Mann ist dort Ansprechperson und role model für alle von 14 bis 27, die nicht in die gesellschaftliche (cis-)geschlechtliche oder (hetero-)sexuelle Norm passen. Das QU als immer noch einziger queerer Jugendtreff in Niedersachsen bietet Schutz vor Alltagsdiskriminierung und Austausch mit Gleichgesinnten: Ein Raum um einfach sein zu können.

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